Muss Schnee wirklich weiß sein?

Diese Ski-Bilder hat die Welt noch nie gesehen: Für das Projekt „Colors“ färbte der Fotograf Jeremy Bernard Schnee mit einem Zerstäuber ein und fotografierte die Freerider Nicolas und Loris Falquet bei spektakulären Abfahrten im Powder.

bunter Schnee

 

Wenn alles gut läuft, dann schießt Jeremy Bernard an einem Tag bis zu 2000 Fotos. Bei Weltcup-Rennen in der Disziplin Freeride zum Beispiel. Der Franzose ist Action-Fotograf, einer der preisgekrönten.

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Als es aber darum ging, Skibilder zu machen, wie sie die Welt zuvor noch nie gesehen hatte, lief erstmal alles schief. Gemeinsam mit den Athleten Nicolas und Loris Falquet vom Mammut Pro Team wollte er mit einem Feuerlöscher Farbpigmente auf Schneehängen verteilen, umweltverträglich natürlich. Es misslang.

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Die Rettung war ein Zerstäuber für Sprühmittel, den die drei zufällig auf einer Messe entdeckten. Früh am Morgen trugen sie die Farbe an kalten Nordhängen auf den Schnee auf. Es war ein farbiger Rausch, der da im schweizerischen Skigebiet Les Marécottes entstand, und der brauchte Zeit.

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Nach 15 Tagen in den Bergen hatte Bernard ganze 13 Bilder gemacht. Aber die sind allemal spektakulär. Es sind berauschende Schwünge der Brüder Falquet, so schön wie japanische Kalligrafien. Kunst eben – statt immer höherer Sprünge und schnellerer Drehungen.

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„Es war wie ein Traum“, sagt Bernard, „weil wir einen neuen Blick auf etwas werfen, was alltäglich ist.“

Text: Stefan Ruzas
Fotos: Jeremy Bernard/Mammut

 

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